Gemeinde Dogern

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Die größeren kommunalen Projekte im Überblick

Der Gemeinde ist es ein Anliegen die Bürgerschaft in regelmäßigen Abschnitten über den aktuellen Planungs- und Umsetzungsstand bei den größeren Projekten zu informieren. Mit den untenstehenden Ausführungen möchten wir diesen Informationsanspruch zu den einzelnen Projekten nachkommen.

Es lohnt sich in gewissen Zeitabständen wieder einmal reinzuschauen!

Neubau der Kindertagesstätte und des Feuerwehrgerätehauses (Architektenwettbewerb)

Der Gemeinderat hat im vergangenen Jahr die Grundsatzentscheidungen getroffen, die heutigen Gebäude von Kindergarten und Feuerwehr durch Neubauten an anderer Stelle zu ersetzen. Die Frage nach dem künftigen Standort wurde im Zuge der Erarbeitung des Gemeindeentwicklungskonzeptes und auf Basis des nachstehend abgebildeten städtebaulichen Konzepts im November 2018 beraten und beschlossen.

Bauplanerische Grundlage
Auf Basis dieses Konzepts hat der Gemeinderat im Februar 2019 den Aufstellungsbeschluss gefasst und das notwendige Bebauungsplanverfahren eingeleitet.

Zum Bebauungsplanverfahren "Alezer Süd"

Architektenwettbewerb
Mit der Verordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge (VgV - Vergabeverordnung) sind die öffentlichen Auftraggeber verpflichtet die Architektenleistungen ab einer Honorarsumme von netto 221.000 € (Schwellenwert) europaweit auszuschreiben. Für Leistungen unterhalb dieses Schwellenwertes ist gemäß der Verwaltungsvorschrift über die Auftragsvergabe im kommunalen Bereich (VergabeVwV) i.V.m. § 31 GemHVO die Anwendung der Unterschwellenvergabeordnung (UVgO) empfohlen.

Um die Vergabeverfahren zu den Architektenleistungen korrekt durchführen zu können, muss daher im Vorfeld der Wert des jeweils zu vergebenden Auftrags ermittelt werden. Anhand des geschätzten Auftragswerts entscheidet sich letztlich, ob ein europaweites Vergabeverfahren durchzuführen ist oder nicht. Im Ergebnis sind beide Architektenleistungen öffentlich auszuschreiben gewesen.

Durch die räumliche Nähe der beiden Projekte zueinander und der ortsbildprägenden Ortseingangslage gekoppelt mit der Verpflichtung die Leistungen auszuschreiben bietet sich ein gemeinsames Verfahren an. Ziel dieses gemeinsamen Verfahrens ist, die größtmöglichen Synergien zu erhalten und durch eine gemeinsame Planung eine städtebaulich stimmige Gesamtlösung zu finden.

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 16. Juli 2019 die Durchführung eines Architektenwettbewerbs für die beiden Neubauprojekte beschlossen und Herrn Gerold Müller mit der Vorbereitung und Durchführung des Wettbewerbs beauftragt.

Ferner hat er beschlossen, dass die Raumplanung des DRK Ortsvereins von der Planung des Feuerwehrgerätehauses abgekoppelt wird und im Zuge der Wettbewerbsarbeiten entsprechende Flächen für das DRK und der Vereine an anderer Stelle zu berücksichtigen sind.

Zum Sitzungsprotokoll der Gemeinderatssitzung vom 16.07.2019 (Auszug)

Festlegung der Jury-Mitglieder und der Preisgelder
Die im Rahmen der Auslobung eingereichten Wettbewerbsarbeiten werden anonymisiert eingereicht. Dadurch wird die Chancengleichheit und Neutralität gewährleistet. Die Bewertung der Arbeiten erfolgt durch ein Preisgericht (Jury), welches nach Abschluss der Bewertung ei-ne Rangfolge erstellt. Das Preisgericht ist dabei unabhängiger Berater des Auslobers. Es wirkt bei der Vorbereitung und Auslobung des Wettbewerbs, z.B. in Form einer Preisrichtervorbe-sprechung, mit. Das Preisgericht entscheidet über die Wettbewerbsarbeiten und soll an der Vermittlung der Ergebnisse beteiligt werden.

Die Grundsätze der Zusammensetzung sind in der Richtlinie für Planungswettbewerbe (RPW 2013) geregelt. Das Preisgericht besteht aus unabhängigen Fach- und Sachpreisrichtern. Die Mitglieder des Preisgerichts haben ihr Amt persönlich und allein nach fachlichen Gesichts-punkten auszuüben. Die Zahl der Preisrichter ist ungerade, wobei die Fachpreisrichter immer in der Mehrzahl sein müssen. Das bedeutet, dass bei einer Erhöhung der Anzahl an Sach-preisrichtern auch die Fachpreisrichter entsprechend zu erhöhen sind. Der Vorsitz der Jury wählt die die Jury selbst aus dem Kreis der unabhängigen Fachpreisrichter. Die der Jury angehörenden Mitglieder werden durch den Auslober, also die Gemeinde bestimmt.

Die Kosten für das Preisgericht belaufen sich auf ca. 1.500,00 € netto pro Fachpreisrichter.

Fachpreisrichter:
Die Fachpreisrichter werden von Herrn Gerold Müller über die Architektenkammer zusammengestellt. Fachpreisrichter müssen zwingend die fachliche Qualifikation der Wettbewerbsteilnehmer besitzen (Architekten). Die Auswahl ist noch nicht abgeschlossen.

Sachpreisrichter:
Sachpreisrichter sollen mit der Wettbewerbsaufgabe und den örtlichen Verhältnissen besonders vertraut sein. Über die Sachpreisrichter besteht die Möglichkeit, dass das Ratsgremium mit der Entsendung von Gemeinderäten in die Jury im Bewertungsprozess vertreten wird.

Seitens der Verwaltung wird vorgeschlagen, dass neben dem Bürgermeister zwei stimmberechtigte Gemeinderäte der Jury angehören sollen. Für jeden entsendeten Gemeinderat/in ist zusätzlich ein Stellvertreter zu bestimmen.

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 06.08.2019 Herrn Markus Rupp und Herrn Markus Uhlenbrock-Ehnes als Vertreter und als deren Stellvertreter Felicitas Adlung und Martin Lingg in die Jury gewählt.

Wettbewerbsverfahren
Wettbewerbe sind Auslobungsverfahren, die dem Auftraggeber aufgrund vergleichender Beurteilung durch ein unabhängiges Preisgericht mit oder ohne Verteilung von Preisen zu einem Plan oder einer Planung verhelfen.

Grundlage für den Wettbewerb waren im Wesentlichen ein 33-seitiger Auslobungstext, die Raumprogramme der Kindertagesstätte und des Feuerwehrgerätehauses sowie das Boden- und Lärmgutachten.

Der Gemeinderat hat festgelegt, dass die auf den europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb bewerbenden Büros mittels Zulassungskriterien auf deren Fachkunde, Leistungsfähigkeit, Erfahrung und Zuverlässigkeit hin geprüft werden. Ziel war es, dass maximal 15 Büros am Wettbewerb teilnehmen sollen. Zum Bewerbungsschluss sind 17 Bewerbungen eingegangen, wovon ein Büro die Zulassungskriterien nicht erfüllte und ein weiteres mangels Kapazitäten die Bewerbung zurückzog. Von den verbliebenen 15 Bewerbungen haben zum Einreichungsschluss am 19. November 2019 tatsächlich 13 Büros ihre Wettbewerbsarbeiten eingereicht.  

Am 27. November 2019 tagte das Preisgericht im Bürgersaal und sichtete, beurteilte und bewertete die städtebauliche und architektonische Qualität, die Funktionalität, Wirtschaftlichkeit und die Nachhaltigkeit der Arbeiten. Besonders Augenmerk wurde u.a. auf die räumliche Qualität der einzelnen Funktionsbereiche und deren Zuordnung sowie die städtebauliche Eingangssituation gelegt.

Im Rahmen eines ersten Wertungsrundgangs erfolgte eine ausführliche Diskussion zu den einzelnen Arbeiten. Nach dem zweiten Rundgang sind dann sechs Arbeiten per Preisgerichtsbeschluss ausgeschieden. Die verbliebenen Arbeiten wurden in weiteren Wertungsrunden begutachtet und detailliert betrachtet, bis letztlich vier Arbeiten in der engeren Auswahl verblieben sind.

Das Ergebnis des Preisgerichts wurde dem Gemeinderat in nichtöffentlicher Sitzung am Donnerstag, 28. November 2019 und der Öffentlichkeit am Freitag, 29. November 2019 vorgestellt.

Das Preisgericht hat nach ausführlicher Diskussion und Bewertung einstimmig folgende Prämierung der Wettbewerbsarbeiten vorgenommen:

1. Preis: Architekt Frohwin Lüttin, Konstanz
2. Preis: Feuerstein Hammer Pfeiffer Architekten, Lindau
3. Preis: FRA Fischer Rüdenauer Architekten, Stuttgart

Protokoll der Preisgerichtssitzung

Im Nachgang zur Prämierung erfolgte durch die Gemeinde ein Verhandlungsverfahren mit den Preisträgern. Der zweit- und drittplatzierte haben das Ergebnis annerkannt und daher am Verhandlungsverfahren nicht mehr teilgenommen. Letztlich hat der Gemeinderat in seiner Sitzung vom 10. Dezember 2019 den erstplatzierten Architekten Frohwin Lüttin mit der Planung des Feuerwehrgerätehauses beauftragt. Die Beauftragung für den Neubau des Kindergartens wird im ersten Vierteljahr 2020 erfolgen. Mit der Beauftragung ist das Wettbewerbsverfahren abgeschlossen.

Anlegung eines kombinierten Geh- und Radweges u. Belagssanierung der Christof-Stoll-Str.

Die Gemeinde beabsichtigt den Mischwasserkanal entlang der Hauptstraße Dogern West (jetzt Christof-Stoll-Straße) ab Einfahrt zum Gewerbegebiet West bis auf Höhe des Kreisverkehrs zu erneuern. In diesem Zuge soll die Trinkwasserleitung erneuert und ein Geh- und Radweg angelegt werden.

Die Christof-Stoll-Straße befindet sich im zu überplanenden Streckenabschnitt im Wesentlichen außerorts, wodurch eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h gilt. Aufgrund der geradlinigen Führung der im Bestand sehr breiten Fahrbahn mit fehlenden Gehwegen treten gefährliche Situationen mit Fußgängern bzw. Radfahrern auf.

Der Gemeinderat hat am 18.07.2017 den Abschluss eines Ingenieurvertrags mit dem Büro Tillig+Partner beschlossen. Der Ingenieurvertrag wurde am 27.02.2018 um die Objektplanung der Kreisverkehrsanlage erweitert. Die Planungen sind soweit abgeschlossen, der Baubeschluss ist am 17. Dezember 2019 gefasst worden.

Planungsstand vom 19.09.2019

Die Gemeinde hat beim Regierungspräsidium Freiburg Fördermittel für den Radwegsausbau beantragt und im Frühjahr 2019 auch in Höhe von 50 % der Baukosten zugesagt bekommen. Die Ausführung hat sich aufgrund einer weiteren Förderanfrage zeitlich verzögert, die zwischenzeitlich jedoch vorliegt. Der Ausbau des kombinierten Geh-/Radweges wird erfreulicherweise von der Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Regierungspräsidium Freiburg, zu 100 % getragen. Dies entspricht einem Fördervolumen von rund 340.000 €.

Das mit der Planung beauftragte Ingenieurbüro erstellt derzeit die Ausführungsplanung, sodass in der ersten Jahreshälfte die Ausschreibung und die Auftragsvergaben erfolgen können. Mit den von der Maßnahme berührten Unternehmen und Personen wird nach Feststehen des Bauzeitenplans die Maßnahme besprochen. Eine Einladung folgt.